Fürbitte

Fürbitte zum 1. Stadtgottesdienst in Stralsund am 22. Juni 2008

Lieber Herr Jesus, es ist nicht sicher, ob du eine Arbeitsteilung zwischen Verkündigung und sozialer Dienstleistung wolltest.
Es ist auch fraglich, ob man predigen kann, ohne zu wissen, wie schwer Diakonie zu praktizieren ist - genau wie es fraglich ist - diakonisch zu sein, ohne von den Schwierigkeiten um die Glaubwürdigkeit der religiösen Rede zu wissen.
Wir vom Kreisdiakonischen Werk Stralsund glauben aber sicher zu sein, dass Apostelgeschichte 6 nicht trennen wollte, damit sich Kirche und Diakonie Angebote unterbreiten, die man verwerfen oder annehmen kann, sondern damit sich jeder mit seiner ganzen Kraft dem anderen zur Verfügung stellt.
Unsere Sorge und Unsicherheit wächst, denn das Geschäft um die Pflege, Betreuung und Versorgung der Menschen kann im Grunde unseres Selbstverständnisses und im Angesicht der unlauteren gesellschaftlichen Reproduktionsbedingungen gar nicht zum wirtschaftlichen Erfolg führen - genauso wie auch die gelebte Predigt im Staub oder am Kreuz endet.
Herr, gib uns in dieser vermeintlichen Schwäche die Kraft für ein ganz besonderes Angebot, ein glaubwürdiges.
Herr wir bitten Dich: Erhöre uns!