HIOB Wirtschaftsberatung

Beratung in Krise und Existenz
Mit der Festlegung des Pfändungsfreibetrages hat der Monopolkapitalismus verraten, was er dem Volk zum Leben übrig lassen will, damit es nicht anfängt, die Paläste zu stürmen. Das wird sich eines Tages als Eigentor herausstellen, weil man die Besserverdienenden fragen wird, warum sie mehr verdient haben, als sie zum Leben brauchten. (Richter, Reihen und Folgen, Buch 4)




Solange alles gut geht – Geschäftsführer oder Vorsteher, die keine oder nur sehr oberflächliche Rechenschaft an Vorstand, Mitglieder oder Aktionäre zu geben haben, bekommen schnell den Eindruck, dass sie in ihrer Position Hervorragendes leisten. Diese selbsternannten Götter vergessen aber, dass es lediglich die Liquidität des Unternehmens und die Nachlässigkeit der Kontrolllobby ist, die sie begehrlich erscheinen lässt. Geht die Kapitaldecke zum Teufel, werden plötzlich aus "stillen Teilhabern" geifernde Besserwisser, die im Schatten des Erfolges nie zu sehen waren.

Damit löst sich auch das Paradoxon auf, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht von den Fähigkeiten der Leitung abhängen muss. Ab einer bestimmten Kapitaldecke schadet dem Unternehmen die Inkompetenz seiner Administration nicht mehr. Mammon genügt sich selbst – er wird autoerotisch.

L.R. Reihen und Folgen, 2009, unveröffentlicht


1Geht man davon aus, dass in der freien Wirtschaft letztlich immer noch der Profit selbst der Garant für die richtige Anlage ist, sieht das in den gemeinnützigen Bereichen, denen bekanntlich eine schwarze Null reicht, anders aus. Die Regeln für diese Unternehmen liegen etwas abseits von Gewerbegenehmigung und Finanzamt. Administrative Vorschriften durch Bund und Land sind geduldig, heißt, werden nicht genügend kontrolliert. Qualitätsüberwachung ist zum einträglichen Geschäft geworden – der Kontrolleur wird durch den zu Kontrollierenden bezahlt. Korruption war gestern, heute ist TüV. Die Kontrolle durch die betriebsbedingten Gremien (Vorstände, Mitgliederversammlungen, Räte, Presbyter usw.) liegen in netten, aber nicht immer in kompetenten Händen.