Seminare und Schulungen

Der Gesamtzusammenhang geht verloren!

  • Die Informationsbereitstellung und Verarbeitung ist das eine, aber wie schützen wir uns vor dem Verlust des Wissens um Kausalität und Verantwortlichkeit?
  • Das Fachwissen der Branche wird zum Leistungsfaktor.
  • Spezialisierung / Arbeitsteilung verlangt Fachkompetenz, aber keine Philosophie.
  • Trotz eines Überangebotes an Wissen wird Unwissenheit für die Gesamtzusammenhänge produziert. Der Inder mit Greencard ist das eine, aber die Gerberei in Indien das andere.
  • Vielleicht ist es aber auch besser, wir wissen gar nicht alles?

Die Rolle der Geisteswissenschaften in der Welt der Wirtschaft. Wer zähmt die Heuschrecken? Wer klärt die unmündigen Geister auf? Projekte und Aktionen oder Schulen und Universitäten?



Wer trägt die Verantwortung für den Extremismus?

  • Die Ursachen für die Spannungen zwischen Links und Rechts, zwischen Kreuz und Halbmond, zwischen Weißen und Schwarzen waren nie nur ein Problem von unten. Auf allen Ebenen der Gesellschaft sind Anspruch und Wirklichkeit – im ganz konkreten Fall, in letzter Instanz immer an einen ganz bestimmten Menschen gebunden. Diese Spannung ist nicht neu: Schon Luther versucht diese zu lösen, indem er von zwei Reichen spricht. In dem einem herrscht Christus mit all seiner Liebe und seinen Verbindlichkeiten und in dem anderen die Obrigkeit – wenn es sein muss auch mit dem Schwert.
  • Gehört die Bergpredigt ins Rathaus? Kann ein Krieg gerecht oder heilig sein?
  • Haben wir den Europäischen Nihilismus überwunden – oder ersaufen wir gerade in unserem elitären Fortschrittswahn?


Die Wahrheit sollte das Ziel sein

  • Die Verwunderung über die Fülle des Wissens, der Zweifel an der Wirksamkeit und die Nichtverfügbarkeit des Wissens verführen uns zur Resignation oder zu einem Glauben an eine zauberhafte Märchenwelt.
  • Wirkliche Kommunikation zwischen den Menschen braucht die Wahrheit. Man muss sich in der Wahrheit einig werden. Pluralismus in allen Ehren, aber er muss kritisch sein.
  • Was sich als falsch herausgestellt hat, muss verworfen werden. Darf die Tradition vor den Sachfragen stehen? Wir können, glauben und meinen zu wissen, aber es bleibt ein Verstehen auf Zeit in der Zeit.

Korrigieren, Eingestehen, Selbstkritik, Bekennen und Entschuldigen sind natürliche Tätigkeiten. Wer weiß, warum wir diese so meiden? Machtverlust? Also doch der nackte Kampf ums Dasein, der Mensch als Wolf?



Was tun?

  • „Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf Mose’s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen’s wohl, und tun’s nicht.“ (Mat 23,3)
  • In dieser unendlichen Angebotsfülle von politischen, religiösen, wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Anschauungen besteht die Lösung für die Überwindung unserer Ängste nicht in neuen Interpretationen von Weisheiten, die den Pluralismus der Weltanschauungen nur vergrößern, sondern im rechten TUN. „Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?“ (Mat 5,46)


Religionen der Welt

“Es wird uns bewusst, dass es eine Herkunft geben könnte, die vor der Welt und über alle Welt ist, aber in dieser Welt nicht Gegenstand werden kann. Wir öffnen uns für dieses Andere, das wir im Sinne von Weltsein nicht wissen können.” Karl Jasper

  • Gibt es eine Ur-Religion oder ein Ur-Ethos?
  • Was passiert, wenn Religionen sich ein Bild von Gott machen?
  • Was ist Offenbarung? Was ist philosophischer Glaube? Was ist Atheismus?
  • Formen der Religionskritik. - Dürfen wir andere Religionen kritisieren?Β 
  • Warum ist der interreligiöse Dialog das Gebot der Stunde und nicht Ökumene?
  • Die Religionen müssen ihre Schränke aufräumen und sich rigoros von alten Sachen trennen.

War der Tag an dem in der Humboldt-Universität zu Berlin die Idee geboren wurde, die Theologische und die Philosophische Fakultät zusammenzulegen, ein guter Tag?



Freiheit im Denken - Fortschritt in Grenzen?

  • Aus welchem Ursprung kommt die Freiheit? Aus der Einsicht in die Notwendigkeit? – aber welche Notwendigkeit? Oder aus der heteronomen Bestimmung eines Glaubens? – aber mit welchen Glaubensinhalten? Oder aus dem Willen zur autonomen Macht?
  • In Zeiten der nicht drängenden Nöte läuft der Mensch Gefahr, die Annehmlichkeiten, die ihm zugänglich sind, als unbedingte Standards für seine Lebensart vorauszusetzen. Eine längere Phase des Wohlstandes lässt vergessen, dass der Grad der Bedürfnisbefriedigung, der man frönt, nicht dem Niveau der Allgemeinheit entsprechen muss. Das Paradoxe ist, dass eine plötzliche Verbesserung der materiellen Situation, die sich meistens nicht durch ehrlicher Hände Arbeit speist, als ein völlig normaler Vorgang eingestuft wird. Der Beendigung dieses zufälligen Status aber von einem Aufschrei des Entsetzens begleitet ist. Darum bietet es sich durchaus an, das verdiente wie das unverdiente Vermögen so zu behandeln, als hätte man es nicht.
  • Die Tatsache, dass der Fortschritt immer einhergeht mit den Schattenseiten der gewissermaßen guten Absichten der Nutzung, erfordert eigentlich eine Bewusstseinskultur, die „erklärt“ wie die Gesellschaft mit den erweiterten Möglichkeiten aus der Forschung umgeht. Das Problem dabei scheint zu sein, dass der autonom bestimmende Mensch – in seinem wachsenden Anspruch – die negativen Seiten entweder als notwendiges Übel oder früher oder später als Normalität in seine Individualität integriert.
  • Die Grenzen für sein Tun, sind immer in dem Moment veraltet, wenn er die Notwendigkeit der Anwendung der Forschungsmöglichkeiten aus seiner Selbstbestimmung in seiner persönlichen Situation begründen kann. Das Primat seiner Bedürfnisse macht ihn grenzenlos. Was soll dann Ethik tun? Wovor soll sie denn warnen?